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Betonstahlmatten

»Betonstahlmatten« sind eine werkmäßig vorgefertigte flächige Bewehrung. Sie sind die vorzugsweise benutzte Bewehrung für Flächenbauteile, z.B. für Stahlbetondecken. Da diese Betonstahlmatten, die auch als Bewehrungsmatten bezeichnet werden, vom Baustoffhändler ab Lager lieferbar sind, bezeichnet man sie auch als Lagermatten. Betonstahlmatten bestehen aus zwei rechtwinklig sich kreuzenden Drahtscharen, die mittels elektrischer Widerstandsschweißung scherfest miteinander verbunden sind und daher während Transport und Verlegen stets ihre Position beibehalten.

Der Aufbau der Betonstahlmatten ist in Übereinstimmung mit den bewehrungsspezifischen Aspekten von DIN 488 (der bisherigen deutschen Norm) und der neuen DIN 1045-1 (mit Berücksichtigung der europäischen Normengeneration) festgelegt, d.h. in der Übergangszeit gibt es verschiedene Bewehrungsmattentypen, gleichwohl können die Bewehrungsmatten nach neuer Normengeneration (erkennbar am Index „A“, z.B. Q188 A) auch für Bauteile, die nach den bisherigen deutschen Normen bemessen wurden, eingesetzt werden (vgl. auch unter „Lagermatten“, dort sind die neuen verfügbaren Mattentypen aufgelistet, in der unten stehenden Tabelle sind die bisher verfügbaren Matten dargestellt).

Die geschweißte Betonstahlmatte (Aufbau vgl. unter „Lagermatten“) ist ein technisch ausgereiftes und bewährtes Betonbewehrungselement, das heute auf fast allen Anwendungsgebieten des Stahlbetonbaus, sowohl in der Ortbeton- als auch in der Fertigteilbauweise, eingesetzt wird. Betonstahlmatten werden sowohl als untere als auch als obere Bewehrung eingesetzt. Betonstahlmatten können nicht nur in ihrer Liefergröße eingesetzt, sondern auch geteilt (geschnitten) werden. Durch die Schweißung jedes Knotens ergeben sich auch bei kleinsten Elementen noch steife, transportfähige und verlegeleichte Mattenabschnitte.

Als industriell vorgefertigte Bewehrung ist sie ein Massenprodukt. Planer und Anwender haben die Möglichkeit - aber auch die Aufgabe -, den mit der Vorfertigung gewonnenen bauökonomischen Vorteil so einzusetzen, dass Bauteile und Bauwerke billiger werden. Die Betonstahlmatte wurde von ihrer Verarbeitungsform her zunächst nur für die Bewehrung von flächenartigen Bauteilen eingesetzt. Sie wird jedoch heute in steigendem Maße in gebogener Form auch in stabförmigen Bauteilen verwendet. Der Marktanteil am Gesamtverbrauch von Bewehrungsstahl beträgt ca. 49 %.. Die volkswirtschaftliche Bedeutung wird erkennbar, wenn man die Kostenentwicklung von Lohn und Material vergleicht. Diese Schere demonstriert die Wichtigkeit, lohnintensive Tätigkeiten durch industrielle Vorfertigung zu ersetzen.

Neben den in vielen Anwendungsfällen theoretisch-konstruktiven Vorteilen der geschweißten Bewehrung sichert vor allem die aus der Entwicklung gewachsene Programmvielfalt die Möglichkeit, Bewehrungsaufgaben wirtschaftlich zu lösen. Der Planer und Anwender kann über die industriell vorgefertigten Bewehrungselemente verfügen:
• ab Lager: Lagermatten und Unterstützungskörbe,
• auf Bestellung: Listenmatten (das sind Betonstahlmatten, deren Aufbau vom Tragwerksplaner gewählt und den projektbezogenen Bewehrungsaufgaben angepasst werden).

Etwa zwei Drittel aller Betonstahlmatten sind standardisierte, schnell und überall beim Stahlhandel erhältliche Lagermatten. Das unterstreicht die Bedeutung der Verfügbarkeit. Mengenmäßig am meisten verwendet werden Betonstahlmatten im
• Wohnungsbau,
• Verwaltungs- und Krankenhausbau,
• Schul- und Warenhausbau,
• Industriebau,
• Bau von Wasserversorgungs- und Kläranlagen,
Straßenbau.

siehe auch:
- Armierung
- Betonstahl
- Bewehrung
- Lagermattenprogramm
- Lagermatten
- Q-Matten
- R-Matten
- Randsparmatten