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Kalk

»Kalk« ist die Bezeichnung für Calciumverbindungen, die in einfachem Zusammenhang mit Calciumoxid, CaO, stehen. Kohlensaurer Kalk, Calciumcarbonat, CaCO3, ist in der Natur verbreitet als Kalkstein, Kreide, Marmor, Kalkspat, Aragonit, ferner als Hauptbestandteil von Eierschalen und Ähnlichem sowie als Aufbaustoff der Knochen. Kalk ist lebenswichtig für den Stoffwechsel bei Mensch, Tier und Pflanze. Gebrannter Kalk, Ätzkalk, entsteht aus Kalkstein, der im Kalkofen bei über 900ºC gebrannt wird, Kohlendioxid wird ausgetrieben, es verbleibt Calciumoxid, das CaO. Der gebrannte Kalk ist porös, bröcklig und nimmt Wasser aus der Luft auf (daher trockene Lagerung).

Baukalke werden durch Brennen von Kalkstein unterhalb der Sintergrenze von 900 - 1200°C gewonnen. Löschkalk und gelöschter Kalk entsteht aus gebranntem Kalk, der mit Wasser übergossen wird; es bildet sich Calciumhydroxid, Ca(OH)2. Dabei wird Wärme frei, die das überschüssige Wasser verdampfen lässt („Rauchen“ beim Kalklöschen). Gelöschter Kalk geht durch Aufnahme von Kohlendioxid aus der Luft wieder in CaCO3 über. Deshalb wird er bei der Mörtelbereitung und in der Landwirtschaft (Kalkdüngung) verwendet.

Die Kalkarten unterscheiden sich durch die bei der Erhärtung wirksamen (säurelöslichen) Bestandteile wie Kalk (Calciumoxid), Magnesia (Magnesiumoxid), Kieselsäure (Siliziumoxid), Tonerde (Aluminiumoxid) und Eisenoxid ( und Eisen-(III)-Oxid). Generell erhärtet Kalk nur durch Aufnahme von Kohlendioxid (CO2) aus der Luft. Die Verfestigung von Wasserkalk beruht nach dem Anmachen mit Wasser auf dem Zusammenwirken von vorwiegender Karbonaterhärtung und geringer hydraulischer Erhärtung. Dieser Kalk ist in der Anwendung von untergeordneter Bedeutung. Weiterhin erfolgt eine Unterscheidung zwischen Luftkalken und hydraulischen Kalken.

siehe auch:
- Beton
- Gips
- Hydraulischer Kalk
- Kalkherstellung
- Karbonatisierung
- Mörtel
- Opus Caementitium
- Portlandzement
- Ton
- Zement