Die »Spanplatte«, die auch als »Flachpressplatte« bezeichnet wird, besteht aus überwiegend parallel zur Plattenebene ausgerichteten Holzspänen und Kunstharzklebstoff. In der Mittelebene sind die Späne grob, zur Oberfläche hin werden sie feiner. Die Späne liegen parallel (flach) zur Plattenebene. Im Querschnitt sieht man unterschiedliche Schichten. Sie werden oft zusätzlich furniert oder kunststoffbeschichtet.
Erfinder und Wegbereiter der Spanplatten waren Watson (1905), Beckmann (1919), Pfohl (1936), Carson (1936) und andere. Pfohl erhielt in der Schweiz ein Patent auf „eine Platte für Möbel- und Bautischler und Verfahren zu ihrer Herstellung“. Die unter dem Namen »Novopan« bekannte dreischichtige Spanplatte beruht auf einem von Fahrni entwickelten Verfahren und wurde erstmals 1946 auf den Markt gebracht. Die erste Spanplattenfabrik wurde im Jahre 1935 in Duquque (Bundesstaat Iowa in den USA) in Betrieb genommen, der Firmenname lautete »Farley & Loetscher«. Im Jahre 1941 nahmen die Torfit-Werke G. A. Haeske in Bremen-Hemelingen die Spanplatten-Produktion auf. Auch an anderen Orten in Deutschland wurden nach und nach Spanplatten produziert, wobei die technische Weiterentwicklung relativ schnell vonstatten ging. Bereits 1943 wurden hierzulande 10.000 Tonnen Spanplatten produziert.
In der Nachkriegszeit wurden ab 1948 neue Werke errichtet. 1952 produzierten 14 Werke etwa 29.000 m³. 1960 stieg die Zahl der Werke auf 66, die 875.000 m³ Spanplatten produzierten. Ende 1980 stieg die Produktion der nur noch 49 Werke auf etwa 6,5 Mio. m³. Die überwiegende Menge der hergestellten Spanplatten wurde im Möbelbau verwendet.
Weitere Hinweise zu Spanplatten finden Sie unter »Flachpressplatte“.
siehe auch:
- Flachpressplatte
- Formaldehyd
- MDF
- KF-Platten
- KH-Platten
- OSB-Platten
- Strangpressplatte