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Schalldruckpegel

Daheim in Ruhe leben! Dieser Wusch steht heute für die meisten Bewohner eines Hauses oder einer Wohnung an vorderster Stelle: in Ruhe wohnen, mit ausreichendem Schutz vor unerwünschtem Lärm aus Nachbarräumen und vor Lärm von außen.

 

Die Lärmbelastung, der wir heute täglich ausgesetzt sind, resultiert zum großen Teil aus der hohen und weiter steigenden Belastung durch Außenlärm, im wesentlichen bestimmt durch Straßen-, Schienen- und Luftverkehr. Infolge der zunehmenden Verdichtung in den Ballungsräumen durch eine Vielzahl von Verkehrswegen fühlen sich immer mehr Hausbewohner durch Verkehrslärm belästigt. Untersuchungen, die im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) durchgeführt wurden, belegen, dass Außenlärm, ausgehend vom Straßen- und Luftverkehr, die häufigste Belästigungsursache der Bevölkerung darstellt. Demnach fühlen sich 66 % der Bevölkerung in den alten Bundesländern durch Straßenverkehrslärm (neue Bundesländer 84 %) und etwa 53 % durch Fluglärm (neue Bundesländer 31 %) gestört.

 

Die Tatsache, dass Lärm krank macht, gilt aber nicht nur für dauernd einwirkende Geräusche mit hohen Schallpegeln. Sie gilt auch für Geräusche, die wesentlich leiser sind, aber aufgrund ihres Informationsgehaltes und je nach Befinden der betroffenen Person trotzdem zu Ruhe- und Konzentrationsstörungen führen können. Dabei ist die Grundgeräuschbelastung durch Außenlärm oder Geräusche, die in einer Wohnung selbst erzeugt werden, zur Beurteilung des Schallschutzes wichtig. So werden Störungen, die von Mitbewohnern ausgehen, in Gebäuden mit geringem Außenlärm eher registriert als in Gebäuden an Durchgangsstraßen mit hoher Grundgeräuschbelastung.

 

Jede Geräuschquelle, beispielsweise ein fahrendes Auto oder auch eine menschliche Stimme, emittiert eine bestimmte Menge an Schall. Die umgebende Luft um eine Geräuschquelle herum wird dabei in Schwingungen versetzt, die sich wellenförmig ausbreiten. Erreichen diese Schwingungen, die als Luftschall bezeichnet werden, das menschliche Ohr, versetzen diese wiederum das Trommelfell in Schwingungen, die daraufhin in elektrische Impulse umgewandelt und an das Gehirn weitergeleitet werden. Der Mensch interpretiert diese Impulse als wahrnehmbare Töne. Als Maß für den Luftschall werden die technischen Begriffe Schalldruck und Schallleistung verwendet.

 

Die Schallleistung ist eine schallquellentypische Größe, die nur rechnerisch aus Messungen ermittelt werden kann. Sie beschreibt die Summe der Schallenergie, die in alle Richtungen abgegeben wird.

 

Schalldruck entsteht dort, wo eine Geräuschquelle die Luft in Schwingung versetzt und damit den Luftdruck verändert. Je größer die Änderung des Luftdrucks ist, umso lauter wird das Geräusch vom menschlichen Ohr wahrgenommen.

 

Häufig werden die Begriffe Schalldruckpegel und Schallleistungspegel verwechselt oder fälschlicherweise synonym gebraucht.

 

Als Schalldruck bezeichnet man in der Akustik den messtechnisch erfassbaren Pegel, der durch eine Schallquelle in einem bestimmten Abstand verursacht wird. Der gemessene Schalldruckpegel ist immer abhängig von der Entfernung zur Schallquelle. Der Schalldruckpegel ist die messtechnische Größe, die z. B. für die Einhaltung der immissionstechnischen Anforderungen gemäß TA Lärm maßgeblich ist.

 

Die gesamte, durch eine Schallquelle in alle Richtungen ausgesandte Luftdruckänderung wird als Schallleistung bzw. als Schallleistungspegel bezeichnet.

 

Betrachtet man die gesamte abgestrahlte Schallleistung und bezieht diese auf die Hüllfläche in einem bestimmten Abstand, so bleibt der Wert immer gleich. Da die abgestrahlte Schallleistung nicht messtechnisch erfasst werden kann, wird dieser Wert aus Schalldruckmessungen in einem definierten Abstand zur Schallquelle rechnerisch ermittelt.

 

Der Schallleistungspegel ist eine schallquellenspezifische, abstands- und richtungsunabhängige Größe, die nur rechnerisch ermittelt werden kann. Anhand des Schallleistungspegels können Geräte schalltechnisch miteinander verglichen werden.

 

In der Abbildung sind die Schalldruckpegel verschiedener Schallquellen und Schallwirkungen dargestellt.

 

Quelle (teilweise): Leitfaden Schall, bwp (Bundesverband Wärmepumpe e.V.), Berlin

 

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