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Warzenschwamm

Der Warzenschwamm, auch als Kellerschwamm (lateinisch » Coniophora cerebella«) bezeichnet, ist der nach dem Echten Hausschwamm gefährlichste holzzerstörende und am häufigsten vorkommende Pilz; er wächst sowohl im Freien als auch in Häusern und sonstigen Bauwerken mit hoher Feuchtigkeit. Der Kellerschwamm verursacht Braunfäule, Destruktionsfäule und verlangt hohe Holzfeuchte (Nassfäule, früher wegen des trockenen Eindrucks der Befallsstellen »Trockenfäule« genannt), die er, begünstigt durch das gegenwärtige Bautempo, gar nicht selten in Neubauten findet. Dieser Pilz hat bei genügender Feuchte eine hohe Zerstörungskraft, stirbt aber nach Feuchteentzug bald endgültig ab. Der Kellerschwamm bildet nur ein spärliches Oberflächenmyzel auf befallenem Holz, aus dem bisweilen wurzelartig verästelte, dunkel gefärbte, dünne Stränge entstehen, die dem Holz fest anliegen.

Fruchtkörper: dünne, zuerst weiche, später zerbrechliche schmutzige Krusten, dem Holz fest aufliegend, aber leicht ablösbar. Färbung zuerst weißlich, etwas flockig, zuletzt olivbraun. Die Oberseite kann glatt oder wellig sein, in der typischen Ausbildung trägt sie warzenförmige Erhöhungen.

Die Abbildungen zeigen die typischen braunen, warzigen Fruchtkörper. Diese wachsen noch und haben daher einen weißen, scharf begrenzten Zuwachsrand (weißer Pfeil). Ein weiteres Merkmal ist gut zu erkennen - die leichte Verderblichkeit der Fruchtkörper. Der rechte bzw. mittlere Teil des Fruchtkörpers ist verschimmelt und abgestorben. Typische braune, warzige Fruchtkörper können in Gebäuden nicht lange beobachtet werden.

Synonyme: Brauner und Weißer Kellerschwamm, Warzenhausschwamm, Gelber Holzschwamm oder Dickhäutiger Braunspor-Rindenpilz.

siehe auch:
- Anobien
- Brauner Kellerschwamm
- Cellulosespezialisten
- Hausbockschutz
- Hausinsekten
- Hausschwamm
- Kellerschwamm
- Nassfäule
- Warzenschwamm
- Weißer Porenschwamm
- Myzel