elkage.de
Suchbegriff eingeben:

Berme

Eine »Berme« als horizontale Zwischenstufe in einer Böschung muss immer dann angeordnet werden, wenn im Zuge der Herstellung einer Baugrube die freie Böschungshöhe mehr als 3 Meter betragen würde (vgl. Abb.). Die Berme dient dazu, eventuell abrutschendes Erdreich auf den Zwischenstufen abzufangen. Die Berme darf nicht als Lagerfläche für andere Baustoffe oder als Zuwegung zur Baugrube genutzt werden.

Der Böschungswinkel richtet sich grundsätzlich nach der Beschaffenheit des Erdreichs. Allgemein kann gesagt werden, dass bei weicheren oder sandigen Böden die Böschungsneigung sehr viel kleiner ausgeführt werden muss als bei stark bindigen Böden („Lehmböden“) oder bei Felsgestein. Bei der Herstellung einer Baugrubenböschung ist die bewährte Norm DIN 4124 zu beachten, gleichwohl wird bei zweifelhaftem Baugrund und Erdreich grundsätzlich die Hinzuziehung eines Baugrundsachverständigen empfohlen.

Eine abgeböschte Baugrube mit Berme ist jedoch nur dann möglich, wenn ausreichend Platz zur Verfügung steht. Bei beengten Bauflächen ist alternativ dann ein gesonderter Baugrubenverbau (Spundwand, Trägerbohlwand, Bohrpfahlwand, um nur die wichtigsten Systeme zu nennen) erforderlich. Für solche Verbauten wird dann in jedem Einzelfall eine entsprechende statische Berechnung erforderlich, die zudem nur von mit diesen Bauweisen erfahrenen Bauingenieuren erstellt werden sollten und in den meisten Fällen auch durch einen Prüfingenieur für Baustatik geprüft werden müssen.

siehe auch:
- Baugrube
- Baugrundsachverständiger
- Berliner Verbau
- Gesteine
- Sedimente
- Setzungen
- Strosse
- Tagebau
- Trägerbohlwand
- Unterfangung
- Verbau