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Rettungsweg

»Rettungswege« im Gebäude dienen der zügigen Rettung von Personen und dem raschen Löschangriff der Feuerwehr im Brandfall. Nach den Bauordnungen der Bundesländer müssen Nutzungseinheiten in nicht zu ebener Erde liegenden Geschossen mindestens zwei voneinander unabhängige Rettungswege aufweisen. Den ersten Rettungsweg bilden die Treppen in im Treppenhaus, der zweite Rettungsweg kann durch ein weiteres Treppenhaus hergestellt werden, was naturgemäß jedoch relativ teuer ist. Günstiger wird es daher sein, den zweiten Rettungsweg über Rettungsfenster (bzw. Notausstieg) oder Rettungsbalkone und dann weiter über die Rettungsgeräte der Feuerwehr sicherzustellen. Bei größeren Gebäuden ist es daher unbedingt sinnvoll oder gar notwendig, zur Abstimmung der Rettungswege bereits in der Planungsphase die Brandschutzdienststelle der Bauaufsichtsbehörde und die Feuerwehr mit einzubeziehen, dies kann sich damit günstig auf die Baukosten auswirken. Der zweite Rettungsweg über Rettungsgeräte der Feuerwehr wird nur anerkannt, wenn diese entsprechende Fahrzeuge und Geräte vorhalten kann. Dies gilt vor allem dann, wenn wegen der Höhe des Gebäudes ein Hubrettungsfahrzeug erforderlich sein sollte. Bei dem Bau eines Hochhauses sind besondere Rettungsmaßnahmen zu planen und umzusetzen.

Auf einen Nachweis des zweiten Rettungswegs kann nur dann verzichtet werden, wenn das Treppenhaus als Sicherheitstreppenraum geplant und ausgeführt wird.

siehe auch:
- Backdraft
- Brandrauch
- Brandrisiko
- Flashover
- Fluchttreppe
- Notausstieg
- Rauchmelder
- Rettungsbalkon
- Rettungsfenster
- Rettungstunnel
- Sicherheitstreppenraum
- Sprinkleranlage
- Vorbeugender Brandschutz
- Zweiter Rettungsweg