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Loggia

Eine »Loggia« (italienisch aus französisch »loge«) ist ein innerhalb der äußeren Begrenzung eines Gebäudes angebrachter, offener und umwehrter Freisitz oberhalb des Erdgeschosses (z.B. als Einschnitt in eine Dachschräge). Teilweise vor die Außenwand vortretende Loggien zählen im baurechtlichen Sinne zu den Vorbauten. In historischen Ortsteilen findet man Loggien häufig anstelle von Balkonen.

Der Einbau einer Loggia bietet sich immer dann an, wenn wegen beengter Raumverhältnisse die Ausbildung eines Balkons vor der Außenwand nicht möglich ist. Eine Loggia geht dann jedoch zu Lasten der meist wertvollen Wohn- und Nutzfläche des Gebäudes, wiewohl eine Loggia mit 50 % der Grundfläche als Wohn- oder Nutzfläche in den entsprechenden Nachweisen nach DIN 276 zu berücksichtigen ist.

Die Loggia ist der Laube verwandt, kann aber auch als eigenständiges Bauwerk (Loggia dei Lanzi, Florenz; 1374 - 81) bestehen. Die Loggia ist ein häufiger Bestandteil des italienischen Palastbaues der Renaissance.

Auch der fachgerechten Abdichtung und Entwässerung einer Loggia ist erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken, um Bauschäden zu vermeiden. Für die Ausführung wird daher eine qualifizierte Planung benötigt, auch die Kontrolle der entsprechenden Handwerksleistungen ist unverzichtbar, um teure Folgeschäden zu vermeiden.

Im baugeschichtlichen Sinne versteht man unter Loggia auch das deutsche »Hütte«, das englische »lodge« oder »shop«, die einen Holz- oder Steinbau bezeichnet, in dem die Beschäftigten einer Bauhütte tätig sind. Später bezeichnet der Begriff die Gruppe aller Beschäftigten und ihre zunftgemäße Organisation, die zum aufmerksamen Bewahrer der Berufsgeheimnisse wird.

siehe auch:
- Altan
- Arkaden
- Balkon
- Bauhütte
- Dacheinschnitt
- Erker
- Gaube
- Gazebo
- Negativgaube
- Pergola
- Umwehrung
- Veranda
- Wintergarten