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Kehlfirstdachübergangsziegel

Der »Kehlfirstdachübergangsziegel« zählt zu den vom Pforzheimer Altmeister des Dachdeckerhandwerks Josef Meschede zwischen 1900 und 1910 entwickelten Formdachziegeln für mit Biberschwänzen eingedeckte Dachflächen. Mit diesem speziell für den Übergangsbereich zwischen Firstlinie eines Seitendachs mit Satteldachform (z.B. auf einer Gaube) und höher führender Dachfläche des Hauptdaches entwickelten Kehlfirstdachübergangsziegel konnte mit einem einzigen Dachziegel der gesamte Anschluss in einem Arbeitsgang fachgerecht eingedeckt werden. Material und Farbgebung dieses Formdachziegels ist dabei identisch mit den normalen Dachbibern. Als weiterer entscheidender Vorteil ergibt sich ein optisch einwandfreier Anschluss zischen dem Firstauslaufpunkt und den beiden seitlichen Kehlauslaufpunkten. Damit unterscheidet sich der Kehlfirstdachübergangsziegel vom Firstübergangsziegel, da dort die Kehlauslaufpunkte nur unbefriedigend gelöst sind.

Aufgrund der vergleichsweise komplizierten und nur für bestimmte Dachneigungen (Hauptdach sowie Nebendach mit jeweils unterschiedlich möglichen Dachneigungen) passenden geometrischen Form hat sich der Kehlfirstdachübergangsziegel allerdings nicht durchgesetzt und wird deshalb im Neubaubereich nicht mehr verwendet.

siehe auch:
- Biberschwanz
- Dachbruchziegel
- Eckenziegel
- Firstübergangsziegel
- Fischschwanzziegel
- Gehrenziegel
- Gierenziegel
- Glockenziegel
- Halbziegel
- Kent Peg Ziegel
- Konische Kehlziegel
- Konkavziegel
- Konvexziegel
- Ortgang-Kehlziegel
- Seitenkehleckziegel
- Seitenkehlziegel
- Shedfirstziegel
- Wandkehlziegel