»Hausinsekten« nennt man diejenigen Insekten, deren Lebensweise den in menschlichen Behausungen herrschenden Verhältnissen angepasst ist, die sich insbesondere unter diesen Verhältnissen weitervermehren und daher mehr oder weniger häufige Mitbewohner unserer Häuser sind. Von den holzzerstörenden Insekten gehören hierzu außer dem Hausbock einige Anobienarten, weiter die »Splintholzkäfer« (»Lyctiden«), die aber auch im Freien zu leben vermögen.
Zu den Hausinsekten zählen schließlich noch andere unerwünschte Mitbewohner, von denen einige (Speckkäfer, Messingkäfer, Mehlkäfer u.a.) zwar gelegentlich ihre Brutstätten in (meist morschem) Holz anlegen, jedoch keine eigentlichen Holzschädlinge, sondern Vorratsschädlinge sind.
Nicht zu den Hausinsekten zählen Insekten, die nur gelegentlich und unfreiwillig (z.B. Holzwespen mit verbauten Holz) in Häuser gelangen und deren Biologie eine Weitervermehrung innerhalb der Häuser ausschließt.
Der Körper erwachsener Insekten ist dreigeteilt (gekerbt: »Kerbtiere«) in Kopf, Brust und Hinterteil, hat drei Beinpaare und meist zwei Paar Flügel (vgl. Abbildung). Die Weibchen legen Eier unter die Rinde, in Risse im Holz oder in alte Schlupflöcher, aus denen kleine Larven schlüpfen. Während des Wachstums häuten sich die Insekten mehrfach bis zur Umformung (Metamorphose) in eine Puppe, aus der schließlich das Vollinsekt schlüpft.
Das Holz dient den Insekten sowohl als Nahrung als auch als Behausung (Ameisen, Holzbrütender Borkenkäfer usw.) oder zu beiden Zwecken.
Der durch die holzzerstörenden Insekten angerichtete Schaden wird durch die Larven verursacht, der Fraß von Fluglöchern (Schlupflöchern) ist belanglos. Da noch junge Larven sehr kleine Gänge ausfressen und größere bis große Larven der gleichen Art größere Gänge, lässt sich aus diesen Fraßbildern nicht immer zweifelsfrei auf die Art des Befalls schließen. Aber die unterschiedlich geformten Kotballen der Larven können zur Bestimmung herangezogen werden. Dazu wird Bohrmehl auf Löschpapier ausgesiebt: die sehr feinen Anteile bleiben am fasrigen Papier hängen und die Kotpillen werden separiert.
siehe auch:
- Anobien
- Hausbockschutz
- Hausbockverschweigen
- Hausbuntkäfer
- Holzwurm
- Pochkäfer
- Totenuhr