elkage.de
Suchbegriff eingeben:

Feuerwehr

Die Hauptaufgabe der »Feuerwehr« ist der abwehrende Brandschutz. In Abhängigkeit von der Größe der Kommune unterhält diese eine freiwillige Feuerwehr, eine Berufsfeuerwehr oder eine Pflichtfeuerwehr. Bei größeren Betrieben existieren daneben auch noch Betriebs- oder Werksfeuerwehren. Neben der klassischen Brandbekämpfung in Form der Abwehr von Gefahren für Leib und Leben, Gesundheit und Sachwerte durch Brände und Explosionen sind der Feuerwehr inzwischen auch weitergehende Aufgaben der technischen Hilfeleistung übertragen worden. Dazu zählen u.a Aufgaben bei Umweltkatastrophen, Überschwemmungen (Rettung von Personen, Tieren oder Sachwerten und Unterstützung von Katastrophenschutzmaßnahmen), Giftgasalarm, Unfällen (z.B. Gefahrgut- und Chemieunfälle) und auch bei Einsturzgefahren, wie sie beispielsweise als Folge von Explosionen auftreten können.

Zu den Aufgaben der Feuerwehr zählen vielfach auch die Überprüfung von Maßnahmen im Rahmen des vorbeugenden Brandschutzes, die z.B. den Ausbruch oder den Überschlag von Bränden auf weitere Gebäudeteile oder Nachbargebäude verhindern oder zumindest ausreichend lange verzögern sollen. Auch bei der Festlegung und Ausgestaltung der Rettungswege wird die Feuerwehr hinzugezogen, insbesondere bei größeren Bauwerken wie z.B. Hochhäusern oder Einkaufszentren. Und nicht zuletzt wurden der Feuerwehr oftmals auch der Rettungs- und Krankentransportdienst übertragen. Wie im föderal gegliederten Deutschland nicht anders zu erwarten, sind die Aufgaben in den 16 Bundesländern jedoch nicht einheitlich geregelt, hier „kocht wieder einmal jeder sein eigenes Süppchen“.

Die freiwillige Feuerwehr, die in kleineren Kommunen und insbesondere in ländlich strukturierten Ortschaften zumindest einen Teil der vorgenannten Aufgaben wahrnimmt, besteht in der Regel aus ehrenamtlich tätigen Einsatzkräften. Je nach Struktur der Kommune ist jedoch der ausreichende Bedarf an ehrenamtlich tätigen Mitgliedern oder der Nachwuchs nicht immer sichergestellt, so dass die betroffene Kommune auch zur Bildung einer Pflichtfeuerwehr „verdonnert“ werden kann. Diese Pflichtfeuerwehr besteht dann aus nebenamtlich tätigen Einsatzkräften, die hierzu dienstverpflichtet sind. Größere Kommunen unterhalten eine Berufsfeuerwehr, die mit Beamten des feuerwehrtechnischen Dienstes besetzt ist.

Die Berufsfeuerwehr ist naturgemäß besser ausgestattet als eine freiwillige Feuerwehr. Ein Löschzug der Berufsfeuerwehr besteht aus einem Löschgruppenfahrzeug, einem Tanklöschfahrzeug (das Fassungsvermögen des Wassertanks beträgt 1,6 m³, die Besatzung umfasst insgesamt 6 Mann) und einem Hubrettungsfahrzeug, wobei dieses Spezialfahrzeug mit einer Drehleiter, eine Leiterbühne und einen Gelenk- oder Teleskoparm ausgestattet ist. Wegen der umfangreichen Aufgaben, die insbesondere eine Berufsfeuerwehr zu erfüllen hat, stehen dieser meist weitere Spezialfahrzeuge zur Verfügung. Dabei handelt es sich um Kranwagen (z.B. zur Bergung von Fahrzeugen), Strahlenmesswagen (bei Unfällen mit strahlenden Stoffen), Atemschutzwagen, Großtanklöschfahrzeuge, Schlauchwagen, mobile Leitstellen (für die Einsatzleitung bei Großeinsätzen), Löschpulver- und Schaumfahrzeuge, Notarztwagen, Wasserrettungs- und Bootswagen, Rüstwagen für Schieneneinsätze oder Öleinsätze, Erdbewegungsgeräte (z.B. bei Waldbränden) usw.

Nach Möglichkeit sollte die individuelle Ausrüstung eines Feuerwehrmann bzw. einer Feuerwehrfrau einheitlich sein. Sie besteht mindestens aus der passenden Schutzkleidung, dem Feuerwehrhelm und dem Hakengurt. Je nach Aufgabenbereich des Feuerwehrmanns bzw. der Feuerwehrfrau zählt auch eine Funksprechgerät oder eine Atemschutzeinrichtung zur Ausstattung.

siehe auch:
- Aufstellfläche
- Backdraft
- Brandbekämpfungsabschnitt
- Brandentwicklung
- Brandschutz - Existenzsicherung
- Feuer
- Feuerlöscher
- Feuerwehrfläche
- Flammschutzmittel
- Flashover
- Fluchttreppe
- Flucht- und Rettungsplan
- Rauchentstehung
- Rauchentwicklung
- Rauchmelder
- Rauchvolumen
- Sprinkleranlage
- Triopan
- Vorbeugender Brandschutz