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Tuffe

Vulkanische »Tuffe« (italienisch »tufo«, vom gleichbedeutenden lateinischen »tofus«), kurz auch »Tuffe« genannt, sind durch die Luft geschleuderte Lavamaterialien, vermischt mit verschiedenen Gesteinsresten. Vulkanische Tuffe dürfen nicht mit den ähnlichen Kalktuffen verwechselt werden, die man (zur Verwirrung) ebenfalls als Tuffe bezeichnet.

Die vulkanischen Tuffe können nach dem Ursprungsmaterial oder nach den zugehörigen Laven (z.B. Basalt-oder Trachyt-Tuffe) unterschieden werden. Häufiger ist eine Gruppierung nach der Korngröße. Mit Sedimentgesteinen vermischte Tuffe bezeichnet man als »Tuffite«.

Die feinkörnigen, lockeren Auswurfmassen heißen Aschen, sehr feinkörnige Aschen Staubtuffe. Verfestigte Aschen nennt man Aschentuffe oder einfach Tuffe. Höhere Korngrößen bezeichnet man als Sandtuffe, bohnen- bis nussgroße Steinchen als »Lapillli«. Die größten Auswürflinge sind die Bomben, geformte Lavafetzen, im Allgemeinen faust- bis kopfgroß. Durch Rotieren während des Fluges nehmen sie rundliche, gedrehte oder spindelförmige Formen an. Obwohl die Tuffe infolge Materialsortierung und bei wiederholten Eruptionen geschichtet sind, zählen sie gesteinskundlich nicht zu den so genannten Schichtgesteinen, den Sedimenten. Eingelagerte, die Schichten eindrückende Bomben zeigen deutlich den Unterschied zwischen den Tuffen und den mit glatten Schichtfugen ausgestatteten Sedimentgesteinen.

Das Gesteinsgefüge der Tuffe ist amorph (amorph heißen Festkörper, deren Moleküle nicht als Kristallgitter regelmäßig angeordnet sind), kleinkristallin oder porphyrisch (d.h. mit großen Einsprenglingen in dichter oder feinkörniger Grundmasse) und meist porenreich. Vulkanische Tuffe werden wegen der großen Porosität, des geringen Raumgewichts und der leichten Verarbeitbarkeit als Ausgangsmaterial für BausteineBimssteine«) verwendet. Die große Porosität bewirkt eine relativ gute Wärmedämmfähigkeit des Tuffgesteins.

Trachytische Aschen-Tuffe aus der Eifel, Trass genannt, spielen wegen guter hydraulischer Eigenschaften im Unterwasserbau eine bedeutende Rolle. Gemahlener Trass wird Beton zugesetzt, um ihn dichter und chemisch widerstandsfähiger zu machen. Trasszement ist besonders für Massenbeton geeignet, da er aufgrund einer geringeren Abbindetemperatur die Rissbildung während des Erhärtens des Betons verringert.

siehe auch:
- Anhydrit
- Basalt
- Beton
- Bims
- Bimsstein
- Breccie
- Diagenese
- Gesteine
- Gips
- Granit
- Kalktuff
- Konglomerat
- Marmor
- Nagelfluh
- Portlandzement
- Puzzolane
- Sedimente
- Trass
- Travertin