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Zugabewasser

Zur Herstellung von Frischbeton, aber auch für Mörtel wird jeweils Wasser benötigt. Dieses Wasser wird als Zugabewasser bezeichnet, eine weitere Bezeichnung lautet Anmachwasser (im Sinne von Wasser zu anderen Stoffen hinzugeben). Zugabewasser ist derjenige Teil des im Frischbeton enthaltenen Wassers, der der Mischung im Herstellungsprozess zugegeben wird. Damit unterscheidet sich das Zugabewasser vom bereits im Zuschlag als Oberflächenwasser (beispielsweise bei Verwendung von feuchtem oder nassem Sand und Kies) oder in Form von Kernfeuchte enthaltenen Wasser. Zum Zugabewasser wird auch nicht das über spezielle Betonzusätze (Zusatzstoffe und Zusatzmittel) in den Frischbeton gelangende Wasser gezählt.

 

Das dem Frischbeton oder dem Frischmörtel zuzugebende Zugabewasser muss frei sein von beton- bzw. mörtelschädigenden Substanzen, auch dürfen keine Substanzen enthalten sein, die den Erstarrungsprozess von Beton oder Mörtel ungünstig beeinflussen oder gar behindern. Bei der Herstellung von Stahlbeton darf das Zugabewasser nicht dazu führen, dass der Korrosionsschutz der eingelegten Bewehrung beeinträchtigt wird, indem der pH-Wert zu weit herabgesetzt wird. Aber auch die Festigkeit, Dauerhaftigkeit und Raumbeständigkeit von Beton oder Mörtel darf durch im Zugabewasser evtl. enthaltene Stoffe nicht ungünstig beeinflusst werden. Sofern die Zusammensetzung des Zugabewassers nicht zweifelsfrei bekannt ist, müssen ggf. chemische Untersuchungen durchgeführt werden, um damit zu verhindern, dass beton- oder mörtelschädigende Substanzen in den Frischbeton bzw. Frischmörtel hineingetragen werden.

 

In der Regel ist das natürlich vorkommende Wasser (z. B. Grundwasser, Regenwasser, Flusswasser) als Zugabewasser geeignet. Wasser, welches durch Industrieabwasser oder durch landwirtschaftliche Abwässer (z. B. mit Fäkalien oder Düngerresten) belastet ist, ist als Zugabewasser dagegen meist nicht geeignet. Trinkwasser dagegen kann auch als Zugabewasser verwendet werden, ist bei größeren Mengen aber vergleichsweise teuer, wenn es über die normale Wasseruhr eines Gebäudes fließt, da die verbrauchte Trinkwassermenge in der Regel auch als Maßstab für die Berechnung des Abwassers herangezogen wird.

 

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