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Dechsel

Das heute vom Zimmermann nur noch wenig verwendete Beil mit der Bezeichnung »Dechsel« weist eine ähnliche Form wie eine Hacke auf, das Blatt steht quer zum Stiel. Weitere Bezeichnungen sind »Dexel«, »Texel«, »Dächsel« und »Deichsel«. Der Dechsel, der schon im Neolithikum (Jungsteinzeit) als Flachhacke vorkam, wurde vom Zimmermann bzw. Bootsbauer dazu verwendet, Unebenheiten auf Holzoberflächen zu beseitigen oder zum Anputzen (Glätten) von Zapfen und Verblattungen. Nicht verwendet wurde dagegen der Dechsel zum Putzen von Rundhölzern.

Weiterhin wurde der Dechsel auch als Schäleisen benutzt, z.B. zum Schälen von Maserknollen und Maserstämmen von Hand. Maserwuchs ist dabei eine Wuchsanomalie des Holzes mit stark veränderten Holzstrukturen, die zu sehr dekorativen Strukturen führen kann. Diese Hölzer fanden und finden in Form von Furnieren vielfach Verwendung.

siehe auch:
- Abbund
- Axt
- Beilen
- Beitel
- Hammer
- Kelle
- Kluppe
- Knüpfel
- Quast
- Schlangenbohrer
- Trummsäge
- Vorschlaghammer
- Zimmermannsaxt
- Zimmermannshammer