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Fluchtleiter

Im Falle eines Brandes kann ein zweiter Rettungsweg im Ernstfall Leben retten. Das kann geschehen, indem an Gebäuden eine »Fluchtleiter«, die man auch als »Notleiter« bezeichnet, angebracht wird. Die im Gebäude befindlichen Personen können sich über eine solche Fluchtleiter selbst retten und so dem Erstickungstod durch die giftigen Rauchgase entgehen.

Konstruktionsbedingt ist eine Fluchtleiter jedoch nur von Personen nutzbar, die körperlich gesund und nicht behindert sind. Eine solche Treppe wird direkt an der Außenwand eines Gebäudes angebracht und führt senkrecht zum Boden. Ab einer gewissen Höhe (ca. 2 m) verfügt die Fluchtleiter über einen geschlossenen Metallkorb, den so genannten Rückenschutz, um einen Absturz (abkippen) zu verhindern.

Zu beachten ist, dass nur Fluchtleitern eingebaut werden, die von der Berufsgenossenschaft geprüft und als geeignet befunden wurden. Die fertig montierte Fluchtleiter ist vom zuständigen Brandschutzfachmann der Bauaufsichtsbehörde bzw. vom Brandschutzsachverständigen abzunehmen, andernfalls entstehen ggf. juristische und versicherungsrechtliche Probleme, wenn es bei einem Notfallereignis zu Personenschäden durch mangelhafte Fluchtleitern kommen sollte.

siehe auch:
- Brandrauch
- Brandrisiko
- Fluchttreppe
- Notausstieg
- Rauchmelder
- Rettungsbalkon
- Rettungsfenster
- Rettungstunnel
- Sicherheitstreppenraum
- Zweiter Rettungsweg