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Erschließung

Auch wenn die Politiker vollmundig versprechen, dass Bauen in Deutschland durch die Einführung novellierter Bauordnungen »billiger« oder »schneller« wird, sind die zugehörigen Begleitgesetze und rechtlichen Rahmenbedingungen nicht verändert worden, d.h. vom »mündigen Bürger« in Eigenverantwortung zu beachten. So ist es beispielsweise nur dann möglich, ein Gebäude zu errichten, wenn das Baugrundstück erschlossen ist, was bei Baugebieten, für die ein Bebauungsplan vorliegt, in der Regel der Fall ist. Auch die Vorgaben des Bauplanungsrechts müssen in jedem Falle zusätzlich beachtet werden.

Unter »Erschließung« versteht man die Herstellung der für ein Baugebiet erforderlichen Straßen mit Fuß- und Radwegen, den Einbau der Kanalisation sowie die Wasser- und Stromversorgung für jedes Baugrundstück. Diese Erschließung ist Aufgabe der Gemeinde bzw. Kommune, die sie aber durch Erschließungsvertrag auch auf Dritte übertragen kann, beispielsweise einen kommunalen Erschließungsträger oder eine privatrechtlich organisierte Firma. Maßgebend für den Umfang einer Erschließung sind die jeweiligen länderspezifischen Regelungen des Bauordnungsrechts.

siehe auch:
- Außenbereich
- Baugenehmigung
- Bebauungsplan
- Campingplatz
- Deregulierung
- Erschließungsbeitrag
- Erschließungskosten
- Genehmigungsfiktion
- Innenbereich
- Privilegierung
- Vorfluter
- Wochenendhausgebiet