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Porphyr

Der Name »Porphyr« (griechisch »porphýros« = »purpurfarbig«) ist die ältere Bezeichnung für Gesteine vulkanischen Ursprungs mit großen Einsprenglingen mit dichter oder feinkörniger Grundmasse.

Vulkanite entstehen, wenn das glutflüssige Magma aus der Tiefe der Erde mit Hilfe vulkanischer Kräfte bis zur Erdoberflächen aufdringt. Ergießt sich die magmatische Schmelze wie ein Schlammstrom aus einem Vulkanschlot oder entlang einer Erdspalte unmittelbar auf die Erdoberfläche, sprechen wir von Lava; werden Lavafetzen, vermischt mit Resten der einstigen Schlotfüllung oder Nachbargestein, durch die Luft geschleudert, bevor sie zur Ablagerung kommen, spricht man von Tuffen.

Der Chemismus und damit der Mineralbestand der Vulkanite ist im großen und ganzen dem der Plutonite gleich, den beide Gesteinsgruppen entstammen dem gleichen Magma. Auch die Gesteine der Vulkanite werden wie die Plutonite mit der Abnahme des Kieselsäuregehalts dunkler und schwerer.

Der wesentliche Unterschied zwischen den Vulkaniten und den Plutoniten liegt im Gesteinsgefüge. Da die Vulkanit-Magmen viel schneller erkalten als die der Plutonite, sind die Kristalle der Vulkanite im Allgemeinen nur klein, geradezu mikroskopisch klein. Mit bloßem Auge sind sie nicht zu erkennen. Eine solche Struktur wird als dicht bezeichnet. Nur einzelne Kristalle können sich voll entwickeln, sind dann scharf begrenzt und zeigen ihre typische Kristallform. Diese Struktur heißt porphyrisch. Sie ist ein wesentliches Charakteristikum der Vulkanite.

Wenn die Abkühlung der Magmen sehr rasch vor sich geht, gibt es überhaupt keine Kristalle, die Masse ist amorph. Solche Gesteine heißen Gesteinsgläser (kurz Gläser). Obsidian, Pechstein und Bims gehören dazu. Darüber hinaus haben die Vulkanite je nach Gasreichtum des aufdringenden Magmas zahlreiche kleine Hohlräume. Oft ist auch eine Fließstruktur - eine gewisse Einregelung von einzelnen Gemengteilen, eine striemige Farbverteilung oder oval ausgewalzte Hohlräume - zu erkennen.

Bei den Vulkaniten ist es üblich, ältere Bildungen von jüngeren zu unterscheiden. Die älteren Ergussgesteine (aus der Zeit des Erdaltertums) sind leicht verändert. Sie sind kompakter und neigen mehr den Farben Rot und Grün zu, während die Jungvulkanite (aus der Epoche der Erdneuzeit) zahlreiche Hohlräume und Grautöne zeigen. Diese geringfügigen Gesteinsveränderungen werden als Diagenese bezeichnet, die nicht mit der Metamorphose, der intensiven Gesteinsumwandlung, verwechselt werden darf.

siehe auch:
- Basalt
- Bims
- Breccie
- Diorit
- Gabbro
- Gesteine
- Nagelfluh
- Pyrit
- Quarz
- Trachyt