Die »Fassade« ist neben der Eingangstür die Visitenkarte des Hauses, sagt der Volksmund („alles nur Fassade“). Von deren Gestaltung und Pflege hängt entscheidend der Gesamteindruck eines Bauwerks ab. Immer war die Fassade auch das Spiegelbild der gesellschaftlichen Stellung des Hausbesitzers, zugleich wurde und wird sie geprägt vom jeweiligen Zeitgeist. Je aufwändiger eine Fassade gestaltet ist, je edler die dafür verwendeten Materialien, desto mehr kann sich der Bauherr damit der Öffentlichkeit gegenüber darstellen. Sichtbar wird dieses Streben nach immer mehr, immer teurer, im aufwändiger in den aufstrebenden Wirtschaftsmetropolen der Welt, beispielsweise in Hongkong, Dubai, New York usw.
Der Begriff Fassade entwickelte sich aus dem lateinischen »facies« = »Gesicht«, italienisch »faccia«, davon abgeleitet spätestens im 14. Jahrhundert in Italien »facciate« im Sinne von »Außenseite«, »Vorderseite«; in der französischen Architekturtheorie im 16. Jahrhundert durch Philipp De l'Orme übernommen als »façade«. In Deutschland werden die italienische und französische Schreibweise bis in das 18. Jahrhundert hinein wechselweise gebraucht, bis sich dann die an die französische Schreibweise angelehnte und bis heute gebrauchte deutsche Schreibweise durchsetzte.
siehe auch:
- Altan
- Curtain-Wall
- Fenster
- Portikus
- Schlagregenschutz
- Sohlbank
- Villa
- Zentralbau