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Versicherungen

Damit der Traum vom Eigenheim kein Alptraum wird, sollten die Risiken durch geeignete Versicherungen abgesichert werden. Ein Haus zu bauen, ist für die wohl meisten Bauherren gewöhnlich eine einmalige Sache. Für die Investition des Lebens wird jahrelang gespart, schließlich sollen die eigenen vier Wände allen Wünschen gerecht werden. Doch was passiert, wenn nicht alles nach Plan läuft, wenn sich Unvorhergesehenes auf der Baustelle abspielt? Der Traum vom Eigenheim ist schnell ausgeträumt, wenn der Bauherr nicht richtig versichert ist.

An erster Stelle steht die Bauherren-Haftpflichtversicherung. Jeder Häuslebauer ist dafür verantwortlich, dass von seiner Baustelle keine Gefahren ausgehen. Im Ernstfall reguliert die Police sämtliche Unfälle, die auf oder an der Baustelle passieren. Zwar müssen auch die beteiligten Baufirmen auf Sicherheit achten, doch damit ist der Bauherr nicht aus dem Schneider. Wird ein Passant von herabfallenden Bauteilen verletzt, beschädigt die Baufirma das Nachbarhaus oder fällt ein Kind in die Baugrube, wird der Auftraggeber zur Rechenschaft gezogen.

Der Bauherr ist verpflichtet, sich persönlich ein Bild von den Sicherheitsmaßnahmen zu machen oder selbst Hand
anzulegen. Kommt er, dem nicht nach und übersieht er einen Unfallherd, so hat das seine Haftung zur Folge. Die Bauhaftpflicht schützt für den Zeitraum der Bautätigkeit, jedoch nicht länger als zwei Jahre. Wichtig: Die Versicherungssumme sollte wenigstens drei Millionen Euro für Personenschäden betragen.

Statistisch gesehen kommt auf jeden zweiten Hausbau ein größerer Schadenfall. Gefahren kann der umsichtigste Bauherr nicht ausschließen. Wer auf Nummer Sicher gehen will, vertraut einer Bauleistungsversicherung. Sie deckt Schäden ab, die durch Sturm, Diebstahl, mutwillige Zerstörung oder durch ungeschickte Handwerker entstehen. Versichert sind alle Bauleistungen, Baustoffe und Bauteile gegen unvorhersehbar eintretende Schäden. Die Länge des Versicherungsschutzes umfasst die gesamte Bauzeit, jedoch ebenfalls nicht mehr als zwei Jahre.

Gegen Schäden durch Blitzschlag, Brand oder Explosion muss sich der Bauherr extra versichern. Nicht wenige Banken geben ohne eine Feuer-Police gar keinen Kredit. Heutzutage offerieren die meisten Gesellschaften die Feuerversicherung kostenlos im Rahmen der Wohngebäudeversicherung mit. Die Laufzeit beträgt dann zwischen zwölf und 18 Monaten. Tipp: Viele Anbieter geben Rabatte, im Schnitt zwischen zehn und zwanzig Prozent, wenn eine längere Vertragslaufzeit der Gebäudepolice (zumeist fünf Jahre) vereinbart wird.

Unterstützen Freunde und Bekannte nach Feierabend den Hausbau, ist die Bauhelfer-Police bei einem Unfall Gold wert. Zwar sind die Hilfskräfte, unabhängig davon, ob sie für ihre Arbeit bezahlt werden oder nicht, automatisch durch die Bau-Berufsgenossenschaft gegen Unfall gesetzlich versichert. Doch im Ernstfall ist der Bauherr der Berufsgenossenschaft voll regresspflichtig. Die Leistungen der privaten Unfallversicherung umfassen lebenslange Rentenzahlungen oder Einmalabfindungen bei Invalidität oder Todesfall.

siehe auch:
- Alptraum
- Bauherren-Haftpflicht
- Elementarschutzversicherung
- Haftpflichtversicherung
- Hausratversicherung
- Kostenbeteiligung
- QS
- Versicherungs-Check für Bauherren
- Wohngebäudeversicherung