elkage.de
Suchbegriff eingeben:

Ringanker

Die seitliche Halterung der Giebelwand am oberen Rand erfolgt durch einen »Ringanker« oder durch die Dachkonstruktion. Hierzu muss die Dachkonstruktion ausgesteift sein (z.B. durch gespannte Windrispen oder Lochbänder). Weiterhin wird ein Ringanker als oberer Wandabschluss auf einem Drempel sowie in der Regel über den tragenden Wänden eines Dachgeschosses angeordnet. Der Ringanker dient zur Aufnahme und Weiterleitung von vertikalen Lasten aus der Dachkonstruktion sowie von äußeren (horizontalen) Lasten aus Wind und ungewollter Schiefstellung. Der Ringanker ist ein Bauteil, welches nur Zugkräfte in Achsrichtung aufnehmen kann im Gegensatz zum Ringbalken, der auch Druckkräfte oder Kräfte quer zur Balkenrichtung übernehmen kann.

Die konstruktiv beste, aber auch aufwändigste Lösung ist die Ausbildung eines Ringbalkens, der mindestens an seinen Enden durch Stahlanker mit der Dachkonstruktion verbunden werden muss. Falls auf die Ausführung von Ringbalken verzichtet werden soll, sind zur Halterung der Giebelwand durch das Dach besondere konstruktive Maßnahmen zu ergreifen, um die Windlast über Anker oder Druckkontakt in das Dach einzuleiten.

Der Einbau von Mauerankern stellt die traditionelle Lösung dar. Bei der Verbindung von Giebelwand und Dach über Druckkontakt ist das obere Wandende an beiden Seiten horizontal unverschieblich zu halten.

siehe auch:
- Anker
- Drempel
- Flachstahlanker
- Fußpfette
- Halfenschienen
- Mauerlatte
- Rähm
- Ringbalken
- U-Schalen
- Zuganker