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Bindemittel

»Bindemittel« sind Stoffe, die Festkörperpartikel (z.B. Kies) untereinander und häufig auch mit dem Untergrund verbinden. Als Bindemittel werden ebenso die verbindenden Stoffe in Klebstoffen, Dichtungsmassen und andere bezeichnet. Das Abbinden (Erhärten) kommt durch physikalische Vorgänge oder chemische Reaktionen zustande. Anorganische Bindemittel sind pulverförmige, mit Wasser zu verarbeitende Stoffe. Hydraulische Bindemittel (z.B. Zement) erhärten an der Luft oder unter Wasser, Luftbindemittel erhärten nur an der Luft. Organische Bindemittel sind z.B. Epoxydharze und Bitumen.

Die meisten Bindemittel werden durch Brennen aus bestimmten Gesteinen gewonnen und danach mehlfein gemahlen. Dadurch wird die reagierende Oberfläche der Bindemittel um ein Vielfaches vergrößert. Mit diesem hohen Oberflächenanteil reagieren sie dann sehr leicht mit der Luftfeuchtigkeit und/oder dem Kohlendioxid der Luft. Durch diese leichte Reaktionsfähigkeit ist ihre Lagerdauer begrenzt. Werden Bindemittel mit Wasser vermengt, so erhält man den so genannten Bindemittelleim. Je nach Art der Ausgangsstoffe ist dieser Bindemittelleim unterschiedlich in seiner Verarbeitbarkeit. Durch Einarbeiten von Zusatzstoffen können die Eigenschaften bei der Verarbeitung beeinflusst werden. Zuschlagstoffe beeinflussen das Endprodukt oder bringen ein solches erst zustande.

Man unterscheidet anorganische und organische Bindemittel. Im Bau sind die bekanntesten Bindemittel Zement, Kalk und Gips etc. Mit Wasser oder Lösungsmitteln vermischt erstarren oder erhärten sie. Sie bilden auch in der Farbherstellung einen wichtigen Bestandteil der Anstrichstoffe.

sehe auch:
- Aragonit
- Baukalk
- Bitumen
- Calciumcarbonat
- Calcit
- Dolomit
- Kalk
- Kalkstein
- Kreide
- Luftkalk
- Marmor
- Opus Caementitium
- Tropfsteine
- Zement
- Zugschlagstoffe
- Zusatzmittel