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Gotik

Die »Gotik« stellt eine Epoche der europäischen Kunst einschließlich de rBaukunst dar und dauerte vom hohen bis zum späten Mittelalter. Der Name entstand durch die in der italienischen Renaissance herrschende Auffassung, dem antiken »Goldenen Zeitalter« sei ein barbarisches Mittelalter, verkörpert in den Goten, gefolgt. Der gotische Stil ist nur in der Architektur genau gegen romanische Kunst und Renaissance abzugrenzen; auf den Gebieten der Plastik und der Malerei ist die Unterscheidung nicht in gleicher Klarheit möglich.

Die zeitliche Dauer der Gotik war in den einzelnen Ländern verschieden. In Frankreich begann sie um die Mitte des 12. Jahrhunderts, in England im letzten Viertel des 12. Jahrhunderts, in Deutschland erst im 1. Drittel des 13. Jahrhunderts. Bis in den Anfang des 16. Jahrhunderts blieb die Gotik in ganz Europa vorherrschend, lediglich in Italien setzte bereits um 1420 die Renaissance ein.

Bei gotischen Bauwerken wird im Gegensatz zu den romanischen Bauten die Senkrechte sehr stark betont. Kreuzgewölbe lasten auf Diensten und gegliederten Pfeilern ab. Die Ableitung der seitlich wirkenden Kräfte aus den Gewölben erfolgt über nach außen verlegte Strebebogen und Strebepfeiler. Wände werden aufgelöst, die Form der Fenster und Portale ist spitzbogenartig, um mit dieser Bogenform größere Fenster bei gleichzeitiger Entlastung des Mauerwerks durch Verringerung des Gewölbeschubs zu erhalten. Das bekannteste gotische Bauwerk in Deutschland stellt der Kölner Dom dar.

siehe auch:
- Barock
- Historismus
- Kaffgesims
- Klassizismus
- Kreuzrippengewölbe
- Profanarchitektur
- Renaissance
- Romanik
- Strebepfeiler