Die Abkürzung »W/Z-Wert« steht für den Begriff »Wasserzementwert«. Dieser Wasserzementwert oder auch Wasserzementfaktor W/Z gibt an, in welchem Verhältnis die Wassermenge zum Zementgehalt eines Mörtels oder eines Betons steht, d.h., das Verhältnis des Gewichts des Wassers W (einschließlich der Oberflächenfeuchtigkeit des Zuschlagstoffs) zum Gewicht des Zements Z = W/Z. Vom Grundsatz her kann gesagt werden, dass, je höher der Wasserzementwert eines Mörtels oder Betons ist, desto besser lässt er sich zwar verarbeiten, die angestrebte Endfestigkeit fällt dadurch jedoch teilweise dramatisch ab (vgl. Abb.). Je kleiner der Wasserzementwert ist, desto geringer ist die Schwindgefahr. Das theoretische Optimum liegt bei W/Z = 0,40. In der Praxis liegt der W/Z-Wert aus Gründen der Verarbeitbarkeit und zum Ausgleich von Verlusten in der Regel zwischen 0,45 - 0,60.
Da bei der Erhärtung des Zements nur etwa 40 % seines Gewichts an Wasser gebunden werden, ist der Zementstein in seiner Festigkeit und Dichtheit um so hochwertiger, je weniger er von überschüssigem Wasser, welches beim Austrocknen Kapillaren im Betongefüge hinterlässt, durchsetzt ist.
Aus der Abbildung lassen sich näherungsweise innerhalb eines gleichen Betons bei verschiedenen Verflüssigungsstufen des Zementleims, d.h. bei veränderlichem W/Z-Wert, vergleichende Schlüsse auf die Veränderung der Betonfestigkeit ziehen (die Betonfestigkeit ist hier für den W/Z-Wert 0,50 = 100 % gesetzt). In der unteren Grafik sind zusätzlich die Einflüsse der verschiedenen Zementarten auf die Festigkeit des Betons dargestellt, wobei diese noch auf der „alten“ Stahlbetonnorm DIN 1045 von 1988 basieren. In dert aktuellen Norm DIN 1045-1 aus dem Jahre 2001 haben sich zwar die Bezeichnungen geändert, die physikalischen Zusammenhänge sind jedoch gleich geblieben.
siehe auch:
- Beton
- Druckfestigkeit
- Expositionsklassen
- Korrosion
- Nachbehandlung von Beton
- Normalbeton
- Phenolphthalein
- Probewürfel
- WU-Beton
- Zement
- Zusatzmittel
- Zusatzstoffe