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Vorklärbecken

Zur Reinigung von häuslichem oder industriell verschmutztem Abwasser sind entsprechende Kläranlagen erforderlich, die in Deutschland mittlerweile einen hohen technischen Standard erreicht haben. Die dabei eingesetzten Reinigungsverfahren beruhen auf physikalischen und chemischen Prozessen wie Sieben, Absetzen und Schwimmen. Die mechanische Reinigung des verschmutzten Wassers bewirkt das Entfernen von absetzbaren oder schwimmfähigen Stoffen, die nicht im Wasser gelöst sind, hierzu zählen beispielsweise auch Äste und Laub, die durch Gewitterregen in die Kanalisation gelangen, aber auch benutzte Kondome usw. Die hierfür benötigten Bauwerke sind der Rechen, der Sandfang, Benzin- und Fettabscheider und das »Vorklärbecken«.

In einem solchen »Vorklärbecken« setzen sich die im Abwasser enthaltenen Schwebstoffe ab, diese sind daher auch als Absetzbecken bekannt. Die Form eines Vorklärbeckens ist in der Regel rechteckig, dieses Becken untergliedert sich in den Einlaufbereich, den Absetzbereich, den Auslaufbereich, den Schlammtrichter und in die Einrichtungen zur Schlammräumung. Das Abwasser wird horizontal in Längsrichtung durch das Becken in geleitet, wobei die Fließgeschwindigkeit so weit vermindert ist, dass ein Absinken der im Abwasser enthaltenen Stoffteilchen ermöglicht wird. Der dabei anfallende Frischschlamm wird im Trichter des Beckens gesammelt und über entsprechende Pumpen der nachfolgenden Schlammbehandlung zugeführt. Der Schlamm kann über Schildräumer, Bandräumer oder Saugräumer aus dem Becken entnommen werden. Dabei muss darauf geachtet werden, dass der abgesetzte Schlamm nicht wieder aufgewirbelt wird, d.h., diese Geräte müssen auf diese Funktion ingenieurmäßig abgestimmt werden.

siehe auch:
- Abwassereinigung
- Kanalisation
- Toilettenkunde
- Vorfluter
- Wasserundurchlässiger Beton
- Zisterne