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Verbundestrich

»Verbundestriche« werden im Wohnungsbau häufig als Zementestrich in Kellerräumen, häufiger jedoch im Gewerbe- und Industriebereich zur Aufnahme hoher mechanischer Beanspruchungen eingesetzt. Verbundestriche liegen direkt auf der Rohbetonplatte und sollten mindestens 3 cm dick sein. Unmittelbar vor der Herstellung des Estrichs ist zur Verbesserung der Haftung eines eine flüssige Wasser-Zement-Schlämme oder eine fertige Haftbrücke aufzubringen. Danach werden die Estrichlehren (waagerecht ausgerichtete Kanthölzer) eingebaut und anschließend der Estrichmörtel eingebracht und sorgfältig verdichtet. Für den weniger erfahrenen Heimwerker sollten die Arbeitsabschnitte etwa 1 bis 3 m² betragen.

Als Verbundestrich eignen sich Estriche aller Bindemittelarten. Dabei kann Zementestrich sowohl „frisch in frisch“ als auch nachträglich wie alle anderen Estriche über eine Haftbrücke, die den Verbund sichert, eingebaut werden. Die Estrichdicken liegen je nach Verwendungszweck, verwendetem Bindemittel und Korngröße des Zuschlags zwischen 20 und 70 mm.

Der Verbundestrich wird nach verwendetem Bindemittel, der Festigkeits- und Härteklasse, der Estrichkonstruktion und der Dicke bezeichnet, z.B.

Estrich DIN 18560 - ZE 20 - V 30

•• ZE Zementestrich
•• 20 Festigkeitsklasse
•• V Verbundestrich
•• 30 Estrichdicke [mm]

siehe auch:
- Anhydritestrich
- Ausgleichsschicht
- Estrich
- Estrichbewehrung
- Estrichmörtel
- Haftbrücke
- Heizestrich
- Kelle
- Magnesia
- Trennschicht
- Trockenestrich
- Verbundestrich
- Zementestrich