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V2A / V4A

Die Bezeichnungen »V2A« und »V4A« stehen jeweils für eine spezielle Edelstahlsorte. Der Hauptbestandteil eines jeden Edelstahls ist das Element Eisen (Fe). Dieses Element wird aber bei den Werkstoffbeschreibungen für Edelstahl Rostfrei in der Regel nicht mehr mit angegeben. In vielen Werkstoffbeschreibungen werden nur die für die Eigenschaft wichtigen Legierungselemente benannt, z.B. Cr = Chrom, Ni = Nickel, Mo = Molybdän etc.

Uns begegnen heute viele Bezeichnungen wie z.B. V4A, V2A oder 18/10. Die Kurzbezeichnungen wie „V4A“ stammen aus dem Versuchslabor der Fa. Krupp und bezeichnen eine Versuchsreihe. Daraus abgeleitet finden wir bei den Schraubenteilen aus Edelstahl Rostfrei häufig die Bezeichnung „A4“. Die Zahlen 18/10, die beispielsweise auf vielen Haushalts-Essbestecken zu finden sind, stehen für die Legierungsbestandteile Chrom (18 %) und Nickel (10 %). Begriffe wie z.B. Cromargan, Remanit oder Nirosta sind alle firmeninterne Markenbezeichnungen. Alle diese Beispiele sind sehr allgemein und für eine Werkstoffbezeichnung zu ungenau. Es gibt viele Sorten von Edelstahl Rostfrei mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften und Anwendungsgebieten, daher ist es wichtig, für bestimmte Einsatzbereiche immer die Werkstoffnummer anzugeben.

Als Beispiel Werkstoff Nr. 1.4301 (allgemein V2A oder A2):

Die Zahl „1“ vor dem Punkt steht in diesem Ordnungssystem für Stahl. Die Zahl „4“ nach dem Punkt kennzeichnet, dass es sich hier um einen nichtrostenden Stahl handelt. Um die chemische Zusammensetzung begrifflich besser zu handhaben, gibt es außerdem die genormte Kurzbezeichnung.

In unserem Beispiel lautet diese: X5CrNi18-10

Die Bedeutung der Bestandteile dieser Bezeichnung:

• X5 = Kohlenstoffgehalt in hundertstel Gewichtsprozent (hier zum Beispiel: 0,05 %)
• Cr = Chrom
• Ni = Nickel
• 18 = 18 % Chrom
• 10 = 10 % Nickel

Überall dort, wo Langlebigkeit und besondere Erwartungen an die Haltbarkeit über Jahrzehnte oder Jahrhunderte hinweg an ein Bauteil gestellt werden, sind nichtrostende Edelstähle häufig die erste Wahl. Als Beispiele sind die tragenden Konstruktionen bei Kirchen- und Baudenkmalsanierungen, Fassadenbefestigungen, Abwasser- und Kläranlagenbau und die Befestigungen und Verkleidungen im Tunnel- und Brückenbau zu nennen.

Gerade die Zähigkeit ermöglicht es, dass Edelstahl Rostfrei mit entsprechend schweren Maschinen gut im kalten Zustand zu biegen und tief gezogen werden kann. Auch die Oberfläche lässt sich vielseitig attraktiv gestalten, z.B. hochglänzend, metallisch gefärbt, geprägt, geschliffen, gewellt. Auch eine dauerhafte Schweißverbindung stellt kein Problem dar. Die verschiedenen Oberflächen können Sie beispielsweise bei Töpfen und Bestecken, Verkleidungen in Fahrstühlen und bei Fahrtreppen im täglichen Leben beobachten.

siehe auch:
- Betonstahl
- Corten-Stahl
- Edelstahl
- Eisen
- Korrosion
- Nirosta
- Rost
- Stahl