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Wärmeschutz

Wenn von »Wärmeschutz« die Rede ist, meint man im Bauwesen den so genannten »baulichen Wärmeschutz«. Unter baulichem Wärmeschutz versteht man alle Maßnahmen, die den Wärmeaustausch zwischen Räumen und der Außenluft bzw. zwischen Räumen verschiedener Temperatur verringern. Ein ausreichend bemessener und richtig angewandter baulicher Wärmeschutz hat die folgenden günstigen Auswirkungen:

• Bei Bauten, die dem dauernden Aufenthalt von Menschen dienen, ist der Wärmeschutz wichtig für die Gesundheit der Bewohner,
• der Wohnwert der Bauten wird angehoben und die Bewirtschaftungskosten werden niedrig gehalten,
• Schäden durch wechselnde Temperatureinwirkungen von außen werden vermieden,
• es ergibt sich eine merkliche Herabsetzung der Instandsetzungskosten.

Der Wärmeschutz ist eng verbunden mit dem Feuchteschutz. Feuchteschäden an Bauteilen können oft eine Folge mangelnden Wärmeschutzes sein. Außerdem wird die Wärmedämmfähigkeit der Baustoffe in hohem Maße durhc den Feuchtegehalt beeinflusst. Fehlender, unzureichender oder falsch ausgeführter Wärmeschutz kann besonders im Zusammenhang mit dem Feuchteschutz zu sichtbaren Bauschäden wie auch zu indirekten Schäden führen.

Der richtig und ingenieurmäßig geplante Wärmeschutz ist die wirksamste Methode zur Energieeinsparung. Er soll folgende Anforderungen erfüllen:

Schaffung hygienischer Wohnverhältnisse, d.h. Erzielung eines gesunden und behaglichen Innenraumklimas. Erhaltung des Gebäudes und seiner Funktionstüchtigkeit durch Vermeidung schädlicher und unkontrollierter Tauwasserbildung (Gebäudepflege). Einsparung von Energie und dadurch von Heiz- und Betriebskosten (Wirtschaftlichkeit). Verminderung thermisch bedingter Gebäudeverformungen bzw. Spannungen, die zu Bauschäden führen können.

Die Wärmeschutzverordnung (WSVO) von 1995 wurde zwischenzeitlich durch die Energieeinsparverordnung 2002 (EnEV 2002) bzw. die novellierte EnEV aus dem Jahre 2004 ersetzt. Die Einhaltung der darin beschriebenen Grenzwerte gilt für alle Gebäude und Bauteile, für die ein Bauantrag nach dem 28.02.2002 bei der zuständigen Bauaufsichtsbehörde eingereicht worden ist. Inzwischen ist auch die EnEV aus dem Jahre 2002 durch eine überarbeitete EnEV aus dem Jahre 2004 ersetzt worden, die wiederum in einer erneuten Novelle vermutlich im Laufe des Jahres 2007 oder Anfang 2008 in Kraft treten wird.

siehe auch:
- Bauphysik
- Blower-Door-Test
- CO2
- Energieeinsparverordnung
- EnEV
- Kondensation
- k-Wert
- Lambda-Wert
- Luftdichtheit
- Treibhauseffekt
- U-Wert