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Fugen

Beim Zusammenfügen von Bauteilen oder unterschiedlichen Baustoffen (z.B. beim Anschluss einer Mauerwerkswand an eine Stahlbetonstütze) ergeben sich »Fugen«. Diese müssen fachgerecht ausgebildet werden, wobei die Fugenabdichtung neben der Wind- und Wasserdichtigkeit sowie den statischen Erfordernissen auch den bauphysikalischen Anforderungen an die Energieeinsparung, den Schall- und den Brandschutz erfüllen muss.

Als Fuge wird ein Zwischenraum zwischen zwei Bauteilen oder Bauwerken bezeichnet, die aneinander stoßen, ohne miteinander verbunden zu sein. Man unterscheidet im Wesentlichen Standfugen, Bewegungsfugen, Setzungsfugen, Arbeitsfugen und Scheinfugen.

Standfugen sind Fugen, in denen keine oder nur eine geringe Bewegung auftritt, z.B. in Mauerwerksfugen. Zur Fugenabdichtung werden dabei starre Dichtstoffe verwendet, hier also beispielsweise Zement- oder Kalkmörtel.

Zur Abdichtung von Fugen werden Fugendichtstoffe benötigt. Hierbei wird zwischen Elementdichtstoffen (Folien, Profile und Dichtungsbänder) und Massendichtstoffen (gieß-, spachtel- oder spritzfähige Dichtstoffe, die nach der Verarbeitung fest werden, plastisch bleiben oder elastisch sind) unterschieden.

Die Fugen von Ingenieurbauwerken (z.B. Becken bei Kläranlagen oder für Tanklager) müssen wirkungsvoll gegen eindringendes Wasser abgedichtet werden. Deshalb werden Fugen, auf die Wasserdruck einwirkt und bei denen nicht vernachlässigbare Verformungen erwartet oder besondere Anforderungen an die Zuverlässigkeit der Fugenabdichtung gestellt werden, überwiegend mit einbetonierten dauerelastischen Kunststoff-Fugenbändern abgedichtet. Plastische und elastische Fugendichtstoffe werden im Wesentlichen nur als Fugenverschluss und zusätzliche Dichtung eingesetzt. Fugen, in denen von Anfang an bzw. nach einer gewissen Zeit keine Bewegungen mehr auftreten, wie beispielsweise bei Arbeitsfugen und Scheinfugen, werden zum Teil auch mit Injektionen oder Quellbändern abgedichtet. Auch ist die Abdichtung von Arbeitsfugen bei fachgerechter Ausführung ohne besondere Maßnahmen durch eine Verzahnung zwischen Alt- und Neubeton möglich (Untergrundverzahnung).

siehe auch:
- Arbeitsfugen
- Bewegungsfugen
- Dehnungsfuge
- Gehrung
- Knirschfuge
- Kreuzfuge
- Lagerfuge
- Scheinfugen