elkage.de
Suchbegriff eingeben:

Platte

Der Begriff »Platte»« hat im Bauwesen unterschiedliche Bedeutungen:

Platte ist ein weitgespannter Begriff für flächige Werkstoffe aller Art, d.h. ebenso für Metall, Glas, Marmor, Beton usw. wie für Holz und alle Holzwerkstoffe. Für die gesamte Holzindustrie wie für die Holzhandwerksbetriebe ist die Platte zum dominierenden Fertigungsmaterial geworden. Neben Furnier-, Tischler- und Faserplatten sind hier vor allem die Spanplatten (Flachpressplatten) zu nennen. Bei Wortzusammensetzungen kann die erste Worthälfte auf die Herstellungstechnik, das Material oder den Verwendungszweck hinweisen, z.B. Flachpress-, Strangpress-, Faser-, Span- oder Isolier-, Fußbodenplatte usw.

• Bezeichnung für zahlreiche Möbelteile (Tischplatte, Arbeitsplatte) sowie Teil von Profilgrundformen, z.B. Viertelkehle mit Platte, Karnies mit Platte usw. Ein einfaches Beispiel der Platte finden Sie in der Abbildung.

• Ebenes Flächentragwerk, das bevorzugt quer zur Mittelebene (= Gesamtheit aller Dickenhalbierungspunkte) belastet und daher auf Biegung beansprucht wird (vgl. Abb.). Bei der Berechnung sind dünne Platten (Dicke höchstens 20 % der kleinen Seitenlänge) mit kleinen Durchbiegungen (Durchbiegung höchstens 20 % der Plattendicke), dünne Platten mit großen Durchbiegungen und dicke Platten zu unterscheiden. Dünne Platten mit kleinen Durchbiegungen können unter Vernachlässigung der Schubverformungen (aus der Querkraft resultierend) und der Membranspannungen nach der „Kirchhoffschen Plattentheorie“ berechnet werden. Dünne Platten mit großen Durchbiegungen müssen als „biegsame Platten“ unter Berücksichtigung der Membranspannungen berechnet werden. Bei dicken Platten müssen die Schubverformungen berücksichtigt werden, was nach der „Reissnerschen Plattentheorie“ möglich ist. Der bekannteste Einsatzzweck von Platten sind die Decken innerhalb von Gebäuden, die daher auch als Deckenplatten bezeichnet werden und heute überwiegend aus Stahlbeton bestehen.

siehe auch:
- Biegemoment
- Hebel
- Querkraft