elkage.de
Suchbegriff eingeben:

Dolomit

»Dolomit« ist ein grauweißes, auch gelbliches oder bräunliches trigonales Mineral mit dem chemischen Zeichen CaMg(CO3)2. Benannt ist er nach dem französischen Mineralogen D. Gratet de Dolomieu (1750-1801). Dolomit ähnelt äußerlich dem Kalkspat. Wird Dolomit bei 1500°C bis 1700°C zu Sinterdolomit gebrannt, findet er Verwendung in der Hüttenindustrie.

Dolomit bildet wasserklare oder durchscheinende Kristalle, die gut spaltbar sind. Sie kristallisieren wie Calcit nach dem trigonalen System, jedoch kommen keine skalenoedrischen Formen vor. Das Mineral ist im reinen Zustand ein Calcium-Magnesiumcarbonat, das mit Hilfe der Salzsäureprobe von Aragonit und Calcit unterschieden werden kann: Mit verdünnter Salzsäure entwickelt sich kein Kohlenstoffdioxid, erst beim Erwärmen lässt sich das typische Sprudeln beobachten. Die Dolomitgebirge, z.B. die Dolomiten, entstanden wie die Kalkgebirge sedimentär am Meeresboden, aber unter Beteiligung der im Meerwasser gelösten Magnesium-Ionen.

In Dispersionsfarben und Kunstharzputzen wird Dolomit ebenso wie Calciumcarbonat als Füllstoff mit guten Beständigkeitseigenschaften eingesetzt. Da Dolomit aber durch natürliche Verunreinigungen mit Eisen oder Mangan meist nicht rein weiß vorkommt, sondern leicht gräulich, grünlich, rötlich oder bräunlich gefärbt ist, ist der mögliche prozentuale Anteil im Füllstoffgemisch bei hellen Dispersionsfarben und Kunstharzputzen begrenzt. Auch als Strukturkorn spielt Dolomit nicht eine derart dominierende Rolle wie Calcit. Andererseits ist die Widerstandsfähigkeit von Dolomit gegenüber saurer Atmosphäre („Saurer Regen“) besser als die von reinem Calciumcarbonat.

siehe auch:
- Aragonit
- Calcit
- Calciumcarbonat
- Dispersionsfarbe
- Foamglas
- Kalk
- Kalkstein
- Kalksinter
- Kupferkies
- Marmor
- Tropfsteine