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Kalkstein

»Kalkstein« entstand bzw. entsteht immer noch durch sedimentäre Ablagerungen von im Meer gebildetem Calciumkarbonat. Manche Kalksteine, z.B. die des weißen Jura, sind relativ rein, andere dagegen durch geringe Mengen an organischen Substanzen (z.B. Bitumen) dunkel gefärbt, beispielsweise die des Schwarzen Jura. Die Kalksteine der Schwäbischen Alb und des Jura sind reich an Versteinerungen.

Kalkstein stellte bereits im Altertum ein wichtiges, natürliches Baumaterial dar, er wurde bereits beim Bau der Cheops-Pyramide eingesetzt. Heute wird Kalkstein beispielsweise beim Haus- und Straßenbau, als Düngemittel; als Kreide (z.B. Champagnerkreide), als Pigment für weiße Anstriche, als Zuschlag (Schmelzmittel) im Hochofen und bei der Stahlerzeugung; als Schleif- und Poliermittel in Zahncremes usw. eingesetzt.

Kalkstein dient in der Mischung mit Ton als Rohstoff zur Zementherstellung. Zement ist ein „Baustoff“ oder feinkörniges Bindemittel, dem bei seiner Herstellung die Fähigkeit gegeben wird, durch Wasseraufnahme geschmeidig zu werden. Die Formbarkeit des Zementleims nutzt der Baumeister für seine Formgebung aus. Das Wasser verbindet sich chemisch mit dem Zement und erhärtet diesen und den zugegebenen Sand, Kies oder Splitt zu Zementstein - felsenfesten Beton. Aus hartem Kalkstein wird im Zementwerk pulverförmiger Zement: auf der Baustelle entsteht durch Wasseraufnahme geschmeidiger formbarer Zementleim, aus dem fester Beton wird.

In Hanhstätten bei Limburg befindet sich eines der reinsten Kalksteinvorkommen Deutschlands, welches dort bereits seit einigen Jahrzehnten gewonnen und zu Kalkprdodukten, u.a. zu Kalkmörtel und Kalkputzen, verarbeitet wird.

siehe auch:
- Aragonit
- Calcit
- Calciumcarbonat
- Dolomit
- Gips
- Kalk
- Kalksinter
- Kreide
- Lithografieschiefer
- Marmor
- pH-Wert
- Portlandzement
- Solnhofer Platten
- Tropfsteine
- Zement