Wenn der Chemiker vom Stoff »Calciumcarbonat« spricht, meint er ein weißes Pulver, das sich in einer Chemikalienflasche befindet. Doch gerade dieses Beispiel zeigt, dass der Stoffbegriff nicht so leicht definierbar ist, denn der „Stoff Calciumcarbonat“ begegnet uns in der Natur in vielen Variationen:
Kalkstein, Calcit (Kalkspat), Aragonit, Kalksinter, Dolomit, Kreide, Tropfsteine, Marmor und Kalksinter.
Calciumkarbonat ist ein wichtiger Füllstoff in Pulver- oder Granulatform (Körnung) für Dispersionsfarben und Kunstharzputze. Zu den natürlichen Calciumcarbonaten zählen Kalkspat, Marmor und - in Verwachsung mit Magnesiumcarbonat - Dolomit. Marmor und Kalkspat unterscheiden sich bei gleicher chemischer Zusammensetzung durch ihre Kristallform von der nicht außenbeständigen, amorphen Kreide. Je nach Vorkommen, Lagerstätte und Abbaumethode unterscheiden sich die meist im Übertagebau gewonnenen Produkte vor allem in ihrem Weißgrad. Die Gesteinsbrocken werden durch Brechen und Mahlen aufbereitet und in verschiedenen Siebungen als Mehle, Feinkörnungen und Grobkörnungen „klassifiziert“, wobei jede Fraktion eine gewisse Bandbreite (Sieblinie) umfasst. Die einzelnen Kornpartikel sind unregelmäßig splittrig geformt; man bezeichnet sie daher - im Gegensatz zum runden Quarz - auch als Splittkorn oder Eckkorn. Calciumcarbonat gehört zu den weniger harten Körnungen und weist in wässriger Aufschlämmung einen relativ hohen pH-Wert von 9 - 9,5 auf.
Verwendung:
Herstellung von Calciumoxid (Branntkalk) und der daraus gewinnbaren Produkte (z.B. Mörtel, Soda, Pottasche, Calciumhydroxid, Calciumcarbid); Kalksteine zum Häuser- und Straßenbau; als Düngemittel; Kreide (z.B. Champagnerkreide) als Pigment für weiße Anstriche; als Zuschlag (Schmelzmittel) im Hochofen und bei der Stahlerzeugung; als Schleif- und Poliermittel in Zahncremes, u.v.a..
siehe auch:
- Kalk
- Dispersionsfarbe
- Kalkstein
- Calcit (Kalkspat)
- Aragonit
- Kalksinter
- Dolomit
- Kreide
- pH-Wert
- Tropfsteine
- Marmor