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Sickerwasseraufbereitung

Seit der Mensch die Abfälle, die aus den Haushalten und der Industrie tagtäglich in großen Mengen anfällt, auf Deponien einlagert, bilden sich dort auch vergleichsweise große Mengen an Sickerwässer. Dieses bildet sich aus der Feuchtigkeit des deponierten Abfalls und durch das eindringende Regenwasser. Auf jeder Deponie fallen jährlich einige zehntausend bis hunderttausend m³ Sickerwasser an, wobei diese Mengen sich nach der Größe und Lage der Deponie richten.

Das Sickerwasser ist stark mit Schadstoffen belastet, es muss daher gereinigt bzw. aufbereitet werden. Diesen Vorgang bezeichnet man als »Sickerwasseraufbereitung«. Das Sickerwasser wird durch ein umfangreiches Dränagesystem erfasst und über ein Pumpwerk zur Reinigung gepumpt. Das Kernstück der Sickerwasserreinigung ist die so genannte Umkehrosmoseanlage. Die Sickerwasserreinigungsanlage ist in der Lage, das Sickerwasser so gut zu reinigen, dass das gereinigte Wasser (Permeat) in den nächsten Vorfluter (Bach, Fluss etc.) eingeleitet werden kann. Kann das Sickerwasser auch nach dieser Erstreinigung nicht ausreichend genug gereinigt werden, wird es in der Regel der Kläranlage zugeführt, die dann die weitere Reinigung durchführt.

Der Reinigungsrückstand (das Konzentrat) wird in der Regel wieder in den Deponiekörper zurückgeführt. Langfristig ist geplant, die Sickerwasserreinigung durch technisch weiterentwickelte Systeme zu verbessern und den Konzentratrückstand zukünftig anderweitig zu entsorgen.

siehe auch:
- Abwasserreinigung
- Bauabfall - Arten
- Deponie
- Dränage
- Gülle
- Inertstoffdeponie
- Jauche
- Kläranlage
- Recycling
- Vorfluter