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Rückbau

Als »Rückbau« bezeichnet man in Fachkreisen den Abbruch von Gebäuden oder Bauwerken. Insbesondere wird hierunter im Neubaubereich der Abbruch und die anschließende, ordnungsgemäße Wiederrichtung von mangelhaft hergestellten Bauteilen verstanden, wie dies beispielsweise bei Stahlbetonstützen, die nicht an der im Plan vorgesehenen Stelle infolge eines Messfehlers errichtet wurden, der Fall sein kann. Ein vorhandenes Bauwerk (ob Brücke, Wohn- oder Hochhaus oder auch einer Kläranlage) kann generell mit verschiedenen Methoden abgebrochen werden (manuell, maschinell {beispielsweise mit hydraulischen Baggern} oder auch durch Sprengung und dann Zerkleinerung der restlichen Teile durch den Einsatz von hydraulischem Gerät). Der „Rückbau“ beinhaltet im Hochbau die exakte Trennung nach Entsorgungsgesichtspunkten und evtl. Wiederverwertung (Recycling) von noch brauchbaren Einzelteilen.

Der Rückbau ist demnach eine besondere Demontage- und Abbruchtechnik, die darauf ausgerichtet ist, die anfallenden Bauabfälle bereits auf der Baustelle entsorgungsgerecht zu trennen und wenn möglich einer Verwertung oder Wiederverwendung (als Recyclingmaterial) zuzuführen.

Für den Rückbau empfiehlt sich folgendes Vorgehen:
• Ausbau und Entleerung aller Anlagen, Geräte, Maschinen. Die Aggregate etc. gehören ins Altmetallrecycling, die Sonderabfälle beinhalten oder mit solchen verunreinigt sind. Entsorgung der dabei anfallenden Sonderabfälle.

Betonbauten aus den Jahren 1955-75:
Bei Vorhandensein von Dehnungsfugen müssen die Fugendichtungsmassen auf PCB (polychlorierte Biphenyle) untersucht werden. Bei einem Gehalt von mehr als 50 ppm (mg/kg) PCB müssen die Fugenmassen vor oder während des Rückbaus separat erfasst und in eine Sondermüllverbrennungsanlage entsorgt werden. Da sich die Fugenmassen meist nicht vollständig vom Beton entfernen lassen, sind die Betonplatten anschließend in eine Inertstoffdeponie zu entsorgen.

• Ausbau asbesthaltiger Materialien.

• Entfernung von Isolationsmaterialien (Styropor, Kork, Steinwolle, etc.).

• Erfassung der übrigen verwertbaren Abfallfraktionen (Holz, Metalle, Kunststoffe, Kabel, etc.).

• Großflächiger Abbruch der Gebäude.

siehe auch:
- Abbruch
- Abbruchanordnung
- Abrissversagung
- Asbest
- Denkmalschutz
- Deponie
- Entsorgung
- Inertstoffdeponie
- Sickerwasseraufbereitung
- Technisches Denkmal
- Übermaßverbot