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Tanne

Die Nadeln der »Tanne« (botanischer Name »Abies alba«) sind 1,5 bis 3 cm lang und oben dunkelgrün, mit schwach eingesenkter Mittelrippe. Die Unterseite ist dunkelgrün und weist zwei bläulich-weiße Spaltöffnungen auf. Die Tannennadeln sind am Ende stumpf und ein wenig eingekerbt. Sie sind schraubig am Zweig angeordnet und stehen etwas gedreht. Alle Tannenarten sind immergrüne Bäume.

Das Splint- und Kernholz der Tanne ist farblich nicht unterschiedlich, das Holz ist gelblich-weiß bis fast weiß, des Öfteren mit grauviolettem oder bläulichem Schimmer sowie ohne Glanz und mit gestreifter bzw. gefladerter Oberfläche. Die Tanne wird im Sprachgebrauch häufig mit der einheimischen Fichte verwechselt. Gehobeltes Holz hat glänzende Längsschnittflächen. Die Astquerschnitte sind meist oval.

Eigenschaften:
Der Fichte vergleichbar, sodass im Handel zumeist nicht zwischen den beiden Hölzern unterschieden wird. Leicht bis mittelschwer und weich, jedoch nicht beständig gegen Pilze und Insekten. Mit guten Festigkeits- und Elastizitätseigenschaften. Mäßig schwindend und mit gutem Stehvermögen. Bearbeitung mit allen Werkzeugen leicht und sauber möglich. Ebenso bereitet die Behandlung der Oberflächen keine Schwierigkeiten. Tannenholz kann man recht gut beizen, aber schlecht imprägnieren, insbesondere trockenes Holz und Lernholz. Gegenüber Chemikalien überdurchschnittlich beständig, aber nur wenig witterungsfest.

Verwendungen:
Als Bau- und Konstruktionsholz, Bautischlerholz (mit Ausnahme von Fußböden) und Industrieholz zu gleichen Zwecken wie Fichte eingesetzt. Wenn die Tanne zurückgestellt wird, dann wegen ihrer weniger ansprechenden grauweißen Farbe und der häufiger vorkommenden Schwarzäste. Andererseits wird die Tanne vorgezogen für die Herstellung von Behältnissen für chemische Lösungen und teilweise auch im Erd- und Wasserbau.

siehe auch:
- Ahorn
- Baulicher Holzschutz
- Buche
- Douglasie
- Eiche
- Fichte
- Holzhausbau
- konstruktiver Holzschutz
- Kiefer
- Lärche