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Feuer

»Feuer« faszinierte den Menschen schon immer und immer noch. Beobachtungen beim Ausbruch eines Feuers haben ergeben, dass die Menschen in der Regel das Feuer zwar bemerken, jedoch die Gefährlichkeit meist unterschätzen. Zunächst wird die Entstehung des Feuers, falls bemerkt, wie gebannt beobachtet. Die Geschwindigkeit der Ausbreitung wird dabei aber oft nicht erkannt. Folglich können unter Umständen einige Minuten vergehen, bis reagiert wird und Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Per Definition ist ein Feuer die äußere, sichtbare Begleiterscheinung einer Verbrennung. Es verbrennen gasförmige und flüssige Stoffe sowie deren Dämpfe mit Flammen, feste Stoffe mit Flammen und/oder Glut.

Damit ein Feuer entstehen kann, benötigt man in der Regel 3 Faktoren:

• brennbare Stoffe (die Brennbarkeit eines Stoffes hängt von der Fähigkeit ab, sich mit Sauerstoff zu verbinden). Sie können flüssig, fest oder gasförmig sein. Nicht brennbar sind z. B. Oxide, die sich schon vollständig mit Sauerstoff verbunden haben.

• Zündquellen (Funken, Lichtbögen, heiße Gase, heiße Flüssigkeiten oder Oberflächen, Wärmestrahlung und entwickelte Eigenwärme durch chemische Prozesse, z. B. Oxidation).

• Sauerstoff.

Die Ausnahme bildet die so genannte »stille Verbrennung« oder »Oxidation« (z. B. das »Rosten« von Eisen). Bei der Oxidation genügen lediglich die Anwesenheit von Sauerstoff und die eines zur Oxidation bereiten Stoffes. Bei der Oxidation entsteht Erwärmung, die, wenn sie nicht abgeleitet wird, zur Selbstentzündung führen kann (z. B. in Silos, beim Auslaufen von Säure, beim Vermischen von chemischen Substanzen).

»Wohltätig ist des Feuers Macht«. Diese Worte aus Schillers »Lied von der Glocke« wurden lange nach der Entdeckung des Feuers geschrieben. Schiller beschreibt in wohlklingenden Worten das Feuer, welches sich »wachsend, ohne Widerstand« selbsständig machte und katastrophale Folgen hatte. Die Entdeckung des Feuers erfolgte wohl in der Steinzeit und dürfte auf einen glücklichen (oder, je nach Sichtweise, auch unglücklichen) Zufall zurückzuführen sein. Vermutlich löste ein Blitzschlag ein Feuer in einer Steppe oder einem Wald ein Feuer aus und die Menschen lernten (mehr oder weniger schnell), es zu bändigen und für ihre Zwecke einzusetzen. Zunächst dürfte das offene Feuer wohl zum Erwärmen gedient haben. Dabei wird es dann zu der Entdeckung gekommen sein, dass sich das Feuer auch dazu eignet, rohes Fleisch zu braten, wodurch es nicht nur schmackhafter, sondern auch besser verdaulich wird.

In der griechischen Mythologie wird davon berichtet, dass die Meernymphe Klymene den Sohn Prometheus gebar, was übersetzt soviel wie »der Vorausdenkende« heißt. Als Vater wird Iapetos aus dem Göttergeschlecht der riesenhaften Titanen angegeben. Ob diese Überlieferung den Realitäten entspricht, ist bis heute nicht abschließend geklärt. Jedenfalls wird von Prometheus dergestalt berichtet, dass er ein durchaus gewiefter und schlauer Anwalt des Menschengeschlechts gewesen sein soll, ganz im Gegensatz zu seinem eher unglücklichen Bruder Atlas. Von Atlas wird nämlich überliefert, dass dieser dazu verdammt sei, auf ewig den Himmel auf seinen Schultern zu tragen habe.

siehe auch:
- Backdraft
- Baulicher Brandschutz
- Betondeckung
- Blitzschutz
- Brandbekämpfungsabschnitt
- Brandursachen
- Feuerwiderstandsdauer
- Flashover
- Hochfeuerbeständigkeit
- Hochfeuerhemmend
- Komplextrennwand
- Licht
- Rauchmelder
- Ring aus Feuer
- Roter Hahn
- Vorbeugender Brandschutz