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Luftfeuchtigkeit

Aus hygienischen Gründen muss verbrauchte oder zu feuchte Raumluft gegen frische Außenluft ausgetauscht werden. Bei herabgesetztem Luftwechsel, wie dies bei sehr dichter Gebäudehülle und zu geringer Lüftungsfrequenz sehr schnell der Fall ist, steigt die relative »Luftfeuchtigkeit« an, da alle Lebewesen Feuchtigkeit abgeben. Wasserdampf entsteht jedoch auch beim Kochen und im Bad, wenn man duscht oder badet. Für das menschliche Wohlbefinden wird eine relative Luftfeuchtigkeit von 40 bis 55 % empfohlen.

Doch was ist Luftfeuchtigkeit, die man auch als Luftfeuchte bezeichnet? Die Luftfeuchtigkeit ist der Wasserdampfgehalt der Luft. Diese ist abhängig von der Temperatur und schwankt zeitlich und räumlich zwischen 0 und 4 Volumenprozent. Unterschieden wird dabei in

• absolute Luftfeuchtigkeit (Gramm Wasserdampf je Kubikmeter Luft),
• spezifische Luftfeuchtigkeit (Gramm Wasserdampf je Kilogramm Luft) und
• relative Luftfeuchtigkeit.

Die relative Luftfeuchtigkeit begegnet uns am häufigsten. Diese ist das Verhältnis von absoluter zu der für die herrschende Temperatur bei Sättigung möglichen maximalen Luftfeuchtigkeit, dieser Verhältniswert wird in Prozent angegeben.

Eine schon sprichwörtlich gewordene Erfahrung, die viele Bauherren sowohl im privaten wie im gewerblichen und öffentlichen Bereich machen mussten, ist der „Pfusch am Bau“. Der steigende Kostendruck, der mit einem wachsenden Zeitdruck beim Bauen einhergeht, und die dichtere Bauweise erhöhen noch die Fehleranfälligkeit althergebrachter Bauweisen. Schließlich sind gerade moderne bauökologische Konstruktions- und Verfahrensweisen besonders anfällig auch gegen Abweichungen von den Vorgaben, die unter Umständen die gesamte geplante Energieeinsparung zunichte machen können. Dennoch können viele Probleme bei und nach der Errichtung eines Gebäudes vermieden werden, wenn Planung und Bauablauf von vornherein auf die wichtigsten Fehlerquellen Rücksicht nehmen. Der Vermeidung bzw. Reduzierung von Wärmebrücken kommt daher eine hohe Bedeutung, ebenso der Luftdichtheit des Gebäudes. Damit die Luftfeuchtigkeit wegen unzureichender manueller Lüftung nicht zu hoch ansteigt, wird in hochgedämmten und gut abgedichteten Gebäuden eine kontrollierte Wohnraumlüftung unverzichtbar. Die Steuerung einer solchen Anlage kann anhand verschiedener Parameter wie Luftfeuchtigkeit, CO2-Gehalt und sogar in Abhängigkeit vom Auftreten bestimmter Gerüche erfolgen.

siehe auch:
- Blower-Door-Test
- Dampfbremse
- EnEV
- Kalziumsilikatplatte
- Leckagen
- Luftdichtheit
- Lüftungsanlagen
- Raumklima
- Schimmel
- Schimmelpilzbefall
- Schimmelbildung vorbeugen
- Taupunkt