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Kochsalz

»Kochsalz«, auch unter dem chemischen Begriff »Natriumchlorid« bekannt, ist ein in der Natur weit verbreiteter Stoff und für Mensch und Tier lebensnotwendig, in Stahlbetonbauwerken jedoch in Verbindung mit Wasser äußerst schädlich. Meerwasser enthält 3 % Kochsalz, oft ist es auch in unterirdischen Steinsalzlagern abgelagert, die sich aus ehemaligen Meeren gebildet haben.

Der Mensch nimmt mit der üblichen Nahrung täglich zwischen 3 und 12 g Cl- (entsprechend 5 - 20 g NaCl) auf. Die Ausscheidung erfolgt über Niere und Schweiß. Durch herkömmliche Wasseraufbereitungsverfahren lassen sich Chloridkonzentrationen nicht senken. Es bedarf hierfür besondere Verfahren der Entsalzung (Umkehrosmose, Ionenaustausch, Destillation). Durch Zugabe von chloridhaltigen Flockungsmitteln oder Salzsäure zur pH-Wert-Korrektur wird die Chloridkonzentration im Wasser erhöht. Gehalte über 250 mg/L können dem Wasser einen salzigen Geschmack verleihen, Konzentrationen über 500 mg/L werden als unangenehm empfunden.

In einem Liter menschlichem Blut sind 9 g Kochsalz vorhanden, insgesamt finden sich im Körper jedes Menschen etwa 200 g. Kochsalz gehört zu den lebensnotwendigen Mineralstoffen, der Mensch muss pro Tag 2 bis 5 g zu sich nehmen. Die Natriumionen ermöglichen in den Nervenzellen die Erregungsleitung, die Chlorionen sind am Aufbau der Magensäure, welche zu 0,3 % aus Salzsäure besteht, beteiligt. Zu viel Salz in der Nahrung führt zu Bluthochdruck und erhöht somit das Risiko, an Kreislauf- oder Herzkrankheiten zu erkranken.

siehe auch:
- Betondeckung
- Chloride
- Gradierwerk
- Karbonatisierung
- Karbonatisierungsbremse
- Korrosion
- Saline