elkage.de
Suchbegriff eingeben:

Betondeckung

Die notwendige Überdeckung der in Betonbauteilen liegenden Stahlbewehrungen (Betonstähle und Mattenbewehrungen) wird als »Betondeckung« oder »Betonüberdeckung« bezeichnet. Die Betondeckung dient als Schutz der Bewehrung vor Korrosion oder Beschädigung bei Brandeinwirkung auf das Stahlbetonbauteil.

In der Betonnorm DIN 1045-1:2001-07 und der Brandschutznorm DIN 4102 ist der jeweils notwendige Abstand zwischen der äußeren Kante der Bewehrung und der Bauteiloberfläche (Betonoberfläche) festgelegt, der abhängig ist vom Durchmesser der Bewehrungsstähle, den Umweltbedingungen, der Art der statischen Belastung des Betonbauteils, dem Einbauort der Bewehrung im Bauteil und dem für das zu betonierende Bauteil erforderlichen Brandschutz. Dieses Mindestmaß beim Entwurf eines Stahlbetonbauteils wird in DIN 1045-1 mit Nennmaß c min bezeichnet. Bei der Abnahme eines Bauwerkes muss das Mindestmaß c min der Betondeckung erreicht werden. Maßgebend ist die Betondeckung nach DIN 1045-1, Tabelle 4 (vgl. Abb.), die in Abhängigkeit von der Expositionsklasse festzulegen ist.

Wegen der immer problematischer werdenden Karbonatisierung werden heute zunehmend größere Betondeckungen gefordert. Eine unbegrenzte Erhöhung der Betondeckung ist jedoch nicht möglich, da dies zu Problemen hinsichtlich der Rissbildung an der Betonoberfläche und/oder beim Brandschutz führt.

siehe auch:
- Beton
- Bewehrung
- Betonstahl
- Expositionsklassen
- Karbonatisierung
- Korrosion
- Phenolphthalein
- pH-Wert
- Rost
- Zement